"Auftakt" ‒ Monatskonzert trifft Orgeltage

Donnerstag, 9. September • 1930 • St. Johannis

Das Monatskonzert September bildet den Auftakt zu den Orgeltagen, denn dann treten Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie gegen die Orgel (gespielt von Christian Stähr) an ‒ und in dieser Besetzung scheint alles möglich: konzertante Duelle, kammermusikalische Verzahnung und große symphonische Bögen.

Luise Rummel (Oboe) • Christian Stähr (Orgel) • Carla Prestin-Koch (Violine) • Christine von der Groeben (Viola) • Mathias Beyer (Violoncello)
 

Michael Haydn (1737‒1806):    
Allegro moderato aus dem Konzert für Orgel, Viola und Orchester C-Dur (~1760), eingerichtet als Kammerkonzert für Streichtrio und Orgel von Christian Stähr

Wolfgang Amadé Mozart (1756‒1791):    
Quartett F-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello (KV 370, 1778)    
Allegro ‒ Adagio ‒ Rondeau. Allegro

Johann Ludwig Krebs (1713‒1780):
Fantasie und Fuge F-Dur für Orgel (Krebs-WV 420)

Fantasia g-Moll für Oboe und obligate Orgel (Krebs-WV 604)

Ernst Naumann (1832‒1910):    
Lento molto espressivo aus dem Streichtrio D-Dur (Op. 12, 1883)

Václav Felix Skop (1848‒1932):
Legende (Op. 55)

Michel Corrette (1707‒1795):    
Concert G-Dur für obligate Orgel und Instrumente (Op. 26 Nr. 1, 1748)    
Allegro ‒ Gavotte I/II ‒ Allegro


 

Biografien

 

Luise Rummel, geboren 1987 in Eckernförde, begann ihr Studium an der HfMDK Frankfurt/Main und beendete es mit Diplomabschluss an der UdK Berlin bei Washington Barella. Anschließend folgte ein Master-Studium im Fach Kammer­musik in der Klasse des Artemis-Quartetts. Während ihres Studiums war Luise Rummel Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Stiftung Villa Musica. 2013 wurde sie Mitglied der Neubrandenburger Philharmonie und spielt dort als stellvertretende Solo-Oboistin. Neben ihrer Liebe zur Musik ist Luise eine leidenschaftliche Läuferin und trainiert aktuell für den Berlin-Marathon.

Carla Prestin-Koch begann im Alter von 5 Jahren mit dem Violinspiel in ihrer Heimatstadt Waren (Müritz). Später wurde sie Jungstudentin an der Musikhochschule Lübeck, wo sie ihr Musikstudium im Jahr 2000 als Diplom-Musikpädagogin, Lehrerin für Elementare Musikpädagogik sowie mit dem künstlerischen Diplom bei Prof. Nora Chastain beendete. Seit 2001 ist sie Vorspielerin der 1.Violinen der Neubrandenburger Philhar­monie. Sie ist Mutter von vier musizierenden Kindern und fühlt sich in der St. Johannis-Gemeinde zuhause.

Christian Stähr stammt aus Preetz/Holstein und studierte in Stuttgart Instrumentalpädagogik, Kirchenmusik-B/-A und Historische Tasteninstrumente (künstlerische Ausbildung). Prägende Lehrer waren vor allem Jon Laukvik und Bernhard Haas (Orgel) sowie Hans-Martin Corrinth (Orgelimpro­visation). Nach Stationen in Dormagen (Rheinland) und Pforz­heim ist er seit 2016 Kantor und Organist an St. Johannis Neu­brandenburg. Von dort aus sucht er Kontakte in die Stadt hinein, nicht zuletzt seit 2018 über die Monatskonzerte. Sein musi­kalisches Interesse gilt vor allem der historisch informierten Spielweise (die er als Befreiung und Tor zu kreativen Inter­pretationen sieht), aber auch diversen unentdeckten Nischen ‒ von unbekannten Kompo­nisten bis zur Gruppen­improvisation. Außerdem ist er auf Orgel, Cembalo und Klavier gerne kammermusikalischer Partner.

Christine von der Groeben wurde im bayerischen Altötting geboren und studierte an der Musikhochschule Nürnberg. Nach ihrem Meisterklassendiplom wurde sie 2005 Vor­spiele­rin der Bratschen und 2018 stellvertretende Solo­bratscherin in der Neubrandenburger Philharmonie. Sie freut sich sehr, hier mit Carla Prestin-Koch und Reinhard Bellman zum Streichtrio BellNova zusam­mengefunden zu haben. Als Ausgleich zum Bratsche-Spielen arbeitet sie mit Vorliebe in ihrem Garten und bestückt ihn farbintensiv und reichhaltig mit den verschiedensten Stauden und Gräsern.

Mathias Beyer wurde in Stralsund geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht mit 7 Jahren bei Hansjoachim Voß. Nach dem Abitur am Musikgymnasium Weimar folgte ein Studium bei Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald an der dortigen Hochschule für Musik Franz Liszt. Mathias Beyer war Mitglied im Festivalensemble Stuttgart, Solocellist im RIAS-Jugendorchester und besuchte Meisterkurse bei Josef Schwab, Valter Dešpalj u. a. Von 2008 bis 2009 spielte er in der Staatskapelle Weimar und ab der Spielzeit 2009/10 als Cellist bei der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford. Mathias Beyer ist Gründungsmitglied des Cello-Ensembles Die Vier EvangCellisten mit dem er weltweit zahlreiche Konzerte und Workshops gibt. Seit 2015 ist er stellver­tre­tender Solocellist bei der Neubrandenburger Philharmonie.