"KlangKunst" ‒ Musik sehen, Kunst hören

Mittwoch, 15. September • 1200 und 1800
Donnerstag, 16. September • 1200 • Kunstsammlung

Wie klingt Kunst? Kann man Musik sehen? - Bei dem Wandelkonzert "KlangKunst" an drei Terminen in der Kunstsammlung versuchen Samuel Muñoz Bernardeau (Flöte), Volodymyr Oliynyk (Akkordeon) und Christian Stähr (Truhenorgel), darauf eine Antwort zu finden.

Samuel Muñoz Bernardeau (Flöte) • Volodymyr Oliynyk (Akkordeon) • Christian Stähr (Truhenorgel)

im oberen Saal
Domenico Scarlatti (1685‒1757):
Sonate d-Moll (K 213)
Sonate E-Dur (K 20)

Jacques Berthier (1923‒1994):    
aus der "Suite pour le Berger David" ("Suite für den Hirten David")    
Nr. 3 "Ton amour me fait danser de joie" ("Deine Liebe lässt mich vor Freude tanzen", Psalm 30) ‒    
Nr. 4 "Mon cœur et ma chair sont un cri" ("Mein Leib und Seele sind ein Schrei", Psalm 84) ‒    
Nr. 8 "Tu visites la terre" ("Du suchst das Land heim [und bewässerst es und machst es sehr reich]", Psalm 65)

Arne Nordheim (1931‒2010):
"Flashing" (1985/86)

Volodymyr Runchak (*1960):
"Imitation to D. Shostakovitch" (2007)

Franck Angelis (*1962):    
Fantasie über ein Thema von Piazolla ‒ Chiquilín de Bachín

im Verbinder-Saal
"KlangKunst" ‒ Improvisation über ein Bild der Ausstellung

Hugo Distler (1908‒1942):    
Variationen "Elselein, liebstes Elselein" aus "Dreißig Spielstücke für Kleinorgel" (Op. 18/I, 1938) über ein Thema aus dem "Glogauer Liederbuch" von 1480

"AufBruch" ‒ Improvisation über den 1. Satz Largo (Siciliano) aus der Sonate c-Moll (BWV 1017) von Johann Sebastian Bach (1685‒1750)

"WortKlangBilder" ‒ Improvisation über das Gedicht "Al andar se hace camino" von Antonio Machado (1875‒1939)
 


 

Biografien

 

Geboren im spanischen Valencia, erhielt Samuel Muñoz Bernardeau seinen ersten Flötenunterricht im Alter von zehn Jahren. Nachdem er das Studium am Konservatorium in Valencia mit Auszeichnung bestanden hatte, setzte er seine Ausbildung an den Hochschulen für Musik in Stuttgart und in Köln fort. Als Schüler von Jaime Martín absolvierte er am Royal College of Music in London das Konzertexamen, ebenfalls mit Auszeichnung. Seit 2011 ist er als stellver¬tre¬tender Solo-Flötist bei der Neubrandenburger Philharmonie tätig. Neben diesem Engagement ist er in verschie¬denen Kammermusikensembles aktiv. Sein großes Interesse gilt zudem der pädagogischen Arbeit in Verbindung mit musikphysiologischer Praxis; 2018 schloss er die dreijährige Ausbildung zum Resonanzlehrer bei Thomas Lange ab.

Volodymyr Oliynyk stammt aus Ternopil/Ukraine. Von 2003 bis 2008 studierte er Akkordeon (bis zum Abschluss mit Aus¬zeichnung) an der Musikhochschule Odessa und anschlie¬ßend an der Musikhochschule Freiburg als Konzertsolist bei Prof. Teodoro Anzellotti. Er ist Preisträger beim Deutschen Hochschul-wettbewerb, bei internationalen Wettbe¬werben in Deutschland, Italien, Polen, Kasachstan, Russland und der Ukraine sowie Stipendiat der Stiftung Baden-Württemberg. Ein Schwer¬punkt seiner Arbeit liegt auf zeitgenössischer Originalliteratur für Akkordeon solo und verschiedene Kammer¬musikbesetzungen. Konzerte führten ihn als Solist und Kammermusiker durch Deutschland und Europa.

Christian Stähr stammt aus Preetz/Holstein und studierte in Stuttgart Instrumentalpädagogik, Kirchenmusik-B/-A und Historische Tasteninstrumente (künstlerische Ausbildung). Prägende Lehrer waren vor allem Jon Laukvik und Bernhard Haas (Orgel) sowie Hans-Martin Corrinth (Orgelimpro¬visation). Nach Stationen in Dormagen (Rheinland) und Pforz¬heim ist er seit 2016 Kantor und Organist an St. Johannis Neu¬brandenburg. Von dort aus sucht er Kontakte in die Stadt hinein, nicht zuletzt seit 2018 über die Monatskonzerte. Sein musi-kalisches Interesse gilt vor allem der historisch informierten Spielweise (die er als Befreiung und Tor zu kreativen Inter¬pretationen sieht), aber auch diversen unentdeckten Nischen ‒ von unbekannten Kompo¬nisten bis zur Gruppen¬improvisation. Außerdem ist er auf Orgel, Cembalo und Klavier gerne kammermusikalischer Partner.