"Koyaanisqatsi"

Dienstag, 21. September • 2000 • Latücht

Musikalischer Experimentalfilm von Godfrey Reggio mit Musik von Philip Glass (1982)

Der 1940 in New Orleans geborene Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Godfrey Reggio begann 1975, noch ohne Konzeption, mit der Sammlung von Filmszenen, die Naturlandschaften ebenso wie die menschliche Zivilisation in ihrer Schönheit und Brüchigkeit darstellen. Es wurde ergänzt um Archivmaterial wie z. B. Raketen-Starts und die Sprengung eines gescheiterten Massen-Wohnbauprojekts. Überraschende Schnitte, Zeitlupe und Zeitraffer ergeben eine ebenso ästhetische wie hypnotisch wirkende Bildsprache. Reggio wählte als Filmtitel das Wort "Koyaanisqatsi" aus der nur mündlich existierenden Sprache der Hopi, das "Leben im Ungleichgewicht" bedeutet.    
Der ohne gesprochene Worte auskommende Film wurde von Philip Glass mit Vokal- und Orgelmusik vertont. Glass (geboren 1937 in Baltimore) gilt als der berühmteste Vertreter der Minimal Music, die durch repetitive Strukturen, Überlagerungen und langsame Entwicklungen ein neues Zeit-Erleben ermöglicht.


Anschließend Einladung zu einem Publikumsgespräch mit Holm Freier (Latücht) und Christian Stähr.