Sankt Johannis: Ein klingendes Mosaik

Liebe Freunde der Musik an St. Johannis,

nach den 27. Internationalen Orgeltagen (April/Mai 2019) gibt es ab Juni bis September die   Mittagsmusiken. Die vor einem Jahr begonnene Reihe der "Monatskonzerte" (am 01.01., 02.02., 03.03. usw., jeweils 19:30 an wechselnden Orten) wird natürlich auch fortgeführt.

Bei uns in Sankt Johannis gibt es keine "eingekauften" Programme von der Stange, sondern individuelle Konzert- und Gottesdienstgestaltung und vor allem viele Möglichkeiten zur Beteiligung.

Und um die Schwellen niedrig zu halten, ist der überwiegende Teil unserer Angebote ohne festen Eintritt aber mit der Bitte um eine angemessene Spende.

Der Dreiklang "Qualität" - "Individualität" - "Niederschwelligkeit" klingt in St. Johannis schon seit Jahrzehnten gut.  Wer aktiv mitmachen möchte, ist in unseren Chören gerne willkommen!

Ihr Christian Stähr

Mittagsmusiken

Seit über einem Jahrzehnt gehören sie in Neubrandenburg zum Sommer: unsere Mittagsmusiken, jeden Mittwoch zwischen Mitte Juni und Anfang September um 12:00 Uhr.

Eine Auszeit vom Alltag, ein Eintauchen in die Atmosphäre von St. Johannis - und die Dauer einer halben Stunde ist dabei nicht nur für die Zuhörer praktisch, sondern auch für die Spieler reizvoll: so gibt es auch die eine oder andere "leichte" musikalische Kost, die es sonst nicht in Konzerte schaffen würde...

Neben Kantor Christian Stähr treten Musiker der Region und auch einige Gäste aus der Ferne auf.
Der Eintritt ist - auch das gehört seit Jahren zu Profil von St. Johannis - auf Spendenbasis, damit JedeR, die/der zuhören möchte, unabhängig vom Geldbeutel kommen kann.

Monatskonzert "Von Rittern, Königen und Geistern"

Die Reihe der "Monatskonzerte" (am 01.01., 02.02., 03.03. usw...) ist am Donnerstag, 8. August um 19:30 Uhr zu Gast in der Volkshochschule (Bienenweg). Falko Hönisch, St. Goar (Bassbariton) und Christian Stähr (Una-Corda-Klavier) führen zu seinem Jubiläumsjahr Lieder und Balladen von Carl Loewe (1796-1869) auf.

Carl Loewe war 46 Jahre lang in Stettin als Kirchenmusiker und Komponist tätig und starb vor 150 Jahren. Er gilt als der „norddeutsche Schubert“, weil er (so wie der ein Jahr jüngere Franz Schubert in Wien) einen Schwerpunkt in der Lied-Komposition hatte.

Falko Hönisch hat sich als äußerst vielseitiger Sänger etablieren können und wurde dafür mehrfach bei internationalen Wettbewerben wie dem 58. ARD-Wettbewerb und dem Richard Strauss-Wettbewerb ausgezeichnet. Als Opernsänger war Falko Hönisch bereits in über 35 Partien auf der Bühne zu erleben und konnte zahlreiche internationale Erfahrungen an Häusern u. a. in Österreich, Italien, den Niederlanden und Frankreich sammeln.
Als Konzertsänger musizierte er auf so renommierten Konzertpodien wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Düsseldorf und den Hallischen Händelfestspielen Werke aus dem barocken bis romantischen Oratorien-Kernbereich bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.
Als Liedersänger erarbeitete Falko Hönisch sich mit verschiedenen Pianisten sowohl die großen Zyklen Schuberts, Schumanns und Brahms’, als auch Unbekanntes bis hin zu Auftragskompositionen heutiger Komponisten.
Er ist Gründer und Leiter der Internationalen Musikakademie in St. Goar/Rhein, die seit ihrer Gründung im Jahr 2014 Meisterkurse und Konzerte veranstaltet und sich vor allem für den deutschen romantischen Liedgesang einsetzt. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer des Syrischen Exilorchesters (Syrian Expat Philharmonic Orchestra), mit dem er seit 2016 in den Musikmetropolen Europas zu Gast ist.

Mit Christian Stähr verbindet ihn seit ihrer Studienzeit in Stuttgart eine seit 15 Jahren andauernde Zusammenarbeit. Gemeinsam haben sie Liederabende (mit Zyklen von Franz Schubert, Hugo Wolf, Johannes Brahms und Gustav Mahler) sowie oratorische Konzert (mit Musik von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Emil Nikolaus von Reznicek) gestaltet.
Christian Stähr spielt auf einem sogenannten "Una Corda", einer Klavier-Neuentwicklung des ungarischen Klavierbauers David Klavins. Dieses Instrument, entwickelt auf Anregung des Berliner Pianisten Nils Frahm, vereinigt einen feinen Klang. der u. a. an historische Klavierinstrumente erinnert, mit moderner, offener Konstruktion.

Der Eintritt ist nicht frei, aber auf Spendenbasis - damit kann und soll jeder nach seinen Möglichkeiten zur Finanzierung beitragen.

Rückblick: Monatskonzert "Arkadische Flötenklänge"

Das Monatskonzert vom Juli in der Kapelle St. Michael entputtpte sich als Ehrenrettung für die Blockflöte: wenn ein Virtuose wie Simon Borutzki (Berlin) mit 18 Blockflöten anreist und Musik zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert spielt, vergisst man, dass die Blockflöte ein oft unterschätztes und selten kompetent gespieltes Instrument ist. Szenen aus der griechischen Götterwelt, romantische Naturdarstellung, flatterhaften Vogelrufen und aus "Gullivers Reisen" (Suite von Telemann) wechselten sich ab, literarisch geführt von Karin Hartmann (Lesungen). Das löst Vorfreude auf den 06.06.2020 aus: dann kommt nämlich Simon Borutzki mit seinem preisgekrönten Berliner Blockflötenorchester zu einem weiteren Monatskonzert nach Neubrandenburg.

Rückblick auf 16 Orgeltage

Die 27. Internationalen Orgeltage Neubrandenburg (vom 26. April bis 11. Mai 2019): das waren
* das Eröffnungskonzert mit Pétur Sakari,
* ein "Raumklang"-Konzert mit vier Orgeln,
* zwei Suppenkonzerte,
* eine "Tastenschlacht" mit Klavier und Orgel im Wettstreit,
* ein musikalischer Gottesdienst in St. Josef-St. Lukas,
* ein Dvorak-Konzert der Musikhochschule Rostock,
* ein Kinder-Orgelkonzert und
* eine vielfältige Orgelnacht mit Orgel zwischen Chor, Kammermusik und Crossover (mit Videokunst und Elektronik);
* insgesamt 28 MusikerInnen und zwei Chören sowie
* über 1.300 Besucher.
Unzählbar: Viele neue Eindrücke und viele Begegnungen.

Vielen Dank den Unterstützern: der Stadt Neubrandenburg, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der Stiftung der Neubrandenburger Sparkasse, der Neuwoges, der Remondis Seenplatte GmbH und dem Hotel am Ring!

Einladung zum Mitsingenmehr»